Ich komme nach Hause, Mama.

Heute Nacht habe ich einen Entschluss gefasst. Ich komme nach Hause, Mama! Ich werde wieder ich, dein Sohn, sein. Wir werden reden und lachen und es wird nicht nur ein Stueck zu Weihnachten, an dem wir an einem Tisch sitzend gequaelte Gespraeche fuehren. Vielleicht kochen wir etwas zusammen und du holst einen Film aus der Videothek und ganz vielleicht, auch wenn ich mittlerweile 25 bin, kannst du mich in den Arm nehmen. Nicht, weil es mir in dem Moment schlecht geht, sondern weil du es willst und dir vielleicht das gleiche gute Gefuehl gibt, wie mir. Weisst du, Mama, ich wollte niemals so sein, wie ich nunmal bin und ich weiss, ich habe dir viele Sorgen und schlaflose Naechte bereitet. Als die Polizei da war, als Papa ging, als Schule nicht mehr wichtig war..Ich habe mittlerweile genug Trauer gesehen und ich will dich nicht mehr traurig machen. Aber das ist bald vorbei, Mama. Ich komme nach Hause. Ich werde alles dafuer tun, der Mensch zu werden, der ich sein kann. Und ich weiss, dass es gut wird, denn Papa und du haben mir die besten Vorraussetzungen dafuer mitgegeben. Auch wenn du das nicht immer merkst und ich oft anders ueber dich spreche: Ich liebe dich!

Ich komme nach Hause, Mama. Bitte warte auf mich.

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